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In dieser Übersicht finden Sie alle Gemeinden / Ortschaften die zur Pfarrei Hl. Anna in Kirchheimbolanden gehören.

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Kirche St. Michael

Sichtbarer Anker des Glaubens

Hoch über dem Ort Mörsfeld steht sein Wahrzeichen: die katholische Kirche. Seit hundert Jahren steht nun das neobarocke Kirchlein auf dem Berg, Richtung Steinbocken- heim. Ein Eckstein katholischen Lebens in der Diaspora am nördlichen Zipfel der Pfalz. Der Zahn der Zeit war nicht mehr zu übersehen, so dass eine Renovierung nötig wurde.

Günter Stoll, Mitglied des Pfarrverwaltungsrats und Koordinator des Renovierungsprojekts in der Pfarrgemeinde Kriegsfeld, berichtete, dass die Initiative für den gewaltigen Schritt nicht seitens der Gemeinde kam. Die treibende Kraft war vielmehr das Bischöfliche Ordinariat in Speyer. So ist es auch möglich, dass 85 Prozent der Baukosten das Bistum übernimmt.

Doch die restlichen 15 Prozent waren für die Diasporagemeinde auch nicht zu „stemmen“, da die Baukosten 180.000 Euro betragen. „Nur durch eine großzügige Spende konnte das Projekt verwirklicht werden.“

Konkret wird an der Kirche fast alles erneuert. Das Wichtigste ist, sie trocken zu legen. Hierfür müssen die Fundamente aufgegraben und entsprechend behandelt werden. Die Elektrik und die Heizung werden ebenfalls komplett erneuert. Weiter wird der Außenputz erneuet und auch der Kirchenraum erhält einen neuen Anstrich. Eine Dachsanierung besonders an der Ostseite und der Sakristei ist ebenfalls erforderlich. Auch wird das Außengelände laut Günter Stoll ebenfalls neu angelegt.

Auf die Frage, ob sich eine solche Sanierung des Gotteshauses rentiert, zumal in der Filialkirche nur noch selten eine Messe gefeiert wird, meinte Günter Stoll: „Die Kirche ist ein sichtbarer Anker des Glaubens. Wenn dieser verschwindet, ist es mit dem katholischen Leben in einer Diasporagemeinde wie Mörsfeld endgültig vorbei. Deshalb brauchen wir die St.-Michaels-Kirche, um präsent zu sein. Außerdem ist sie viel zu schön, um auf gegeben werden zu können.“

In der Vorstellung des Verwaltungsratsmitglieds soll das Kirchlein für Taufen und Trauungen, auch von Menschen außerhalb der Pfarrgemeinde genutzt werden, da dessen Größe und Schönheit ideal für solche Anlässe mit privater „Dimension“ seien. Doch bräuchte die Pfarrgemeinde noch finanzielle Unterstützung.

Dennoch sei die Renovierung des schönen dreiflügligen Hochaltars aus Holz aus finanziellen Gründen nicht möglich. Wenn dieser ebenfalls im neuen Glanz erstrahlen könnte, wäre er eine Bereicherung für den Kirchenraum. Ein weiterer Wunsch ist es, die Figuren in der Kirche aufzufrischen.

Ein größeres Problem stelle die Orgel dar. Sie ist zum Teil nicht mehr bespielbar. Hier reichen die finanziellen Mittel nicht aus, um ein dem Raum entsprechendes Instrument zu beschaffen. Deshalb bittet die Pfarrgemeinde noch um weitere Spenden, um die Inneneinrichtung ebenfalls renovieren zu können.

„Doch das Wichtigste ist, die Renovierung der Bausubstanz, so dass sie weitere hundert Jahre überdauert“, meint Günter Stoll. Zu Weihnachten, so das Ziel, solle die Renovierung abgeschlossen sein, so dass wieder die heilige Messe darin gefeiert werden kann.

Quelle: Christoph Deubel, Pilger vom 29.10.2006

 

„Ein Haus voll Glorie schauet...“

„Ein Haus voll Glorie schauet...“ Mit diesem Kirchenlied am Anfang einer heiligen Messe brachten die Mörsfelder Bürger zum Ausdruck, was sie jüngst in ihrer Filialkirche fühlten. Nachdem sie über ein Jahr lang innen und außen renoviert wurde, ist das neobarocke Gotteshaus mit seinem herrlichen Hochaltar und den schönen Heiligenfiguren während eines Festgottesdienstes wieder in Dienst gestellt worden. Das Interesse war so groß, dass die kleine Kirche völlig überfüllt war, und einige auf Bänken vor dem Gotteshaus Platz nehmen mussten.

Der „Hausherr“, Pfarrer Thomas Poppe (Kriegsfeld), konzelebrierte mit Pfarrverbandsleiter Pfarrer Matthias Köller (Ottersheim bei Kirchheimbolanden) den Gottesdienst, den der Männergesangverein Mörsfeld unter Leitung von Jochen Denzer mitgestaltete. Mit Liedern wie „Sancta Maria“ oder dem „Sanctus“ aus der Deutschen Messe von Franz Schubert zeigte der stimmgewaltige Chor sein Können, verdeutlichte auch, welche überdurchschnittliche Akustik die Kirche bietet. Ein Experiment wagte Pfarrer Poppe beim Gloria: die Besucher wurden in zwei Gruppen geteilt und sangen im Kanon den Choral „Lobet und Preiset den Herrn“.

In seiner Predigt ging Pfarrer Poppe auf die Symbolik eines Hausbaus ein. Wer ein Haus besitze, müsse immer daran arbeiten, damit es nicht verfällt. Das gelte auch für das Haus Gottes. Doch hier sei es wichtig, dass die Gemeinde aus lebendigen Steinen bestehe, welche die Kirche mit Leben erfülle. „Nur wenn die lebendigen Steine, welche die Gemeindemitglieder sind, Zusammenarbeiten und miteinander reden, kann Kirche, funktionieren so der Prediger.

Am Ende des Gottesdienstes dankte er allen Helfern, die zum Gelingen der Feier beigetragen hatten. Vor allem galt sein Dank den Freiwilligen, die viele Stunden gearbeitet und somit die Renovierung erst ermöglicht haben. Auch ohne die Spender wäre das Projekt nicht über die Bühne gegangen. „Es besteht weiterhin die Möglichkeit zu spenden“, so der Pfarrer.

Im Gespräch mit dem „Pilger“ erklärte stellvertretender Verwaltungsrats-Vorsitzender Wendelin Holla, die Renovierung der Kirche einschließlich der Außenanlage belaufe sich auf rund 200.000 Euro. Der Zuschuss des Bistums beträgt nach seinen Angaben 85 Prozent. Doch selbst die restlichen 15 Prozent bedeuteten eine enorme Belastung für eine so kleine Diasporagemeinde. Erst durch eine großzügige Spende konnte das Projekt überhaupt in Angriff genommen werden. Weitere Spenden seien sehr willkommen.

Quelle: Christoph Deubel, Pilger

Anfahrt

Kirche St. Michael Mörsfeld

Bad Kreuznacher Str. 19
67808 Mörsfeld
Deutschland

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